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Die Lenzing AG (LNZ.VI) ist ein in Österreich ansässiger Hersteller von holzbasierten Fasern, die in der weltweiten Textilindustrie eingesetzt werden. Das Unternehmen wurde 1938 in Lenzing, Österreich, gegründet und begann als Papierfabrik, bevor es in die Zellstofffaser- und Textilproduktion überging. Heute ist Lenzing ein wirklich globales Unternehmen mit Hauptsitzen in Österreich, den USA, China, Indien und Indonesien, mit Produktionsstätten in der gesamten Europäischen Union sowie einer schrittweisen Expansion nach Südostasien. Erfahren Sie mehr

Lenzing wird an der Wiener Börse gehandelt und wird in Euro und nicht in US-Dollar bewertet. Wie ein Großteil der globalen Fertigungsindustrie war auch Lenzing von der COVID-19-Pandemie stark betroffen, da es zu Werksschließungen und einer breiteren Unterbrechung der Lieferketten kam. Lenzing hat eine 52-Wochen-Handelsspanne von €38,55 bis €123,60 und wird derzeit bei rund €108 gehandelt, was einer Marktkapitalisierung von €2,89 Milliarden entspricht. Wie eignet sich ein solches Traditionsunternehmen als langfristiges Investment? Tauchen wir ein wenig tiefer in das Geschäft von Lenzing ein.

Lenzing Aktienanalyse: Lenzing hat sich mit seinem Textilgeschäft dem globalen säkularen Trend der Nachhaltigkeit angeschlossen und stellt nun holzbasierte Fasern aus Viskose, Modal, Lyocell und Filamentgarn her. Die Quelle für all diese Fasern ist Cellulose, ein natürlicher Bestandteil des Holzes, der durch Aufschluss gewonnen werden kann und dann unter hohem Druck in Kombination mit Lösungen aus Natriumhydroxid und Natriumsulfid steht. Worin liegt der Reiz von Cellulose für Textilien? Sie ist vollständig biologisch abbaubar, wie Lenzing es ausdrückt: “Am Ende des Lebenszyklus können unsere Fasern wieder Teil des Ökosystems werden”.

Lenzing achtet sehr genau darauf, welche Produkte es verwendet, und bezieht mehr als 99% seines Holzes aus vollständig nachhaltigen Wäldern. Das Unternehmen verwendet außerdem einen geschlossenen Kreislauf aus Wasser, Chemikalien und Energie und verfügt sogar über eigene Kläranlagen zur Wiederverwendung von Wasser in der Produktion. Grüne Energie ist ein weiterer säkularer Trend, Lenzing nutzt die Holzreste aus dem Zellstoff zur Erzeugung von Wärmeenergie und Strom. Auf diese Weise ist Lenzing in der Lage, seine Produktion mit einem geringen Bedarf an externen Energiequellen zu betreiben.

Aber wie sieht es mit der Aktie aus? Lenzing geht davon aus, dass der globale Markt für Textilien aus holzbasierten Fasern mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4-6% wächst, was doppelt so hoch ist wie die Rate des breiteren Fasermarktes. Mit der Inbetriebnahme der 100 kt Lyocell-Anlage in Thailand im vierten Quartal 2021 und der 500 kt DWP-Anlage (Dissolving Wood Pulp) in Brasilien im zweiten Quartal 2022 ist Lenzing auch für die Zukunft gut gerüstet. Lenzing investiert auch stark in seine bestehende Infrastruktur in Asien, um sie bis 2023 zu umweltfreundlichen Standorten auszubauen.

Für das Jahr 2024 rechnet Lenzing mit einem EBITDA von 800 Mio. € und einer Reduktion des Kohlenstoffverbrauchs um mindestens 40%. Lenzing erwartet außerdem, dass die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 mindestens das Niveau von 2019 vor der Pandemie erreichen werden, was bedeutet, dass sich das Unternehmen bereits von den COVID-19-Tiefstständen erholt hat. Seine Premium-Marke Tencel gewinnt schnell an globaler Popularität, und seine umweltfreundliche Linie Ecovero trägt dazu bei, dass bei der Produktion bis zu 50% weniger Emissionen und Wasserverbrauch entstehen.

Lenzing ist ein weltweit führender Anbieter von nachhaltigen Textilinnovationen, einer Branche, die schneller wächst als jede andere Form von Textilien. Die Aktie wird zu einem sehr vernünftigen Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1,6 gehandelt. Mit einem zukünftigen EBITDA-Wachstum von fast dem Vierfachen bis 2024 sieht die Zukunft für Lenzing rosig aus und ist eine hervorragende Investition für alle, die auf nachhaltige Textilien setzen.

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